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Meine Erfahrungen beim Wachtelkauf

Lesedauer 3 Minuten

Meine ersten Wachteln kaufte ich mir als sie etwa 10 Tage alt waren von einem, das ist jetzt nicht wertend gemeint, Vermehrer.

Von 11 Küken wurden 10 erwachsen, eins starb leider schon recht früh.

An Farbschlägen und Linien war so einiges vertreten, ich hatte :

1 Tuxedo Henne aus der schweren Linie

1 wildfarbene Henne der leichten Linie

1 Perlfee Henne der mittleren Linie

1 wildfarbenen Hahn der leichten Linie

1 Falbfee Hahn der mittleren Linie

1 spalterbigen Tenebrosus Hahn der schweren Linie und

4 Grauschecken der mittleren Linie

Mittlerweile habe ich nur noch den Falbfeehahn, den wildfarbenen Hahn und die Perlfee Henne

Mein Ergebnis dieses „Experiments“ ist, ich werde keine Wachtelküken mehr von reinen Vermehrern kaufen. Es war trotzdem eine Erfahrung die ich machen musste, damit ich auch wirklich von meinen Erfahrungen lernen kann. An sich habe ich zwar nur 2€ pro Küken bezahlt, aber wenn man das Ganze betrachtet kosteten mich eine Henne und die 2 Hähne 20€ + die Aufzucht. Die beiden anderen Hennen leben jetzt bei einem Freund und die Hähne landeten in der Truhe.

An sich war der Verkäufer freundlich, trotzdem beschleicht mich im Nachhinein das Gefühl, dass er nur Küken ausbrütet um Gewinn zu machen.

Einige Dinge bemerkt man erst wenn man sich eine Weile damit befasst, es waren meine ersten Rennsemmeln, also fiel mir erst später auf, dass sie auf Zeitungspapier groß gezogen wurden. Sie bekamen nur Legekorn der billigen Sorte zu fressen. (16€/25kg) und hatten nicht einmal mehr eine Wärmequelle im Käfig.

Zu meiner Verteidigung muss ich allerdings sagen, dass ich zu der Zeit noch nicht daran gedacht hatte selbst zu brüten. Und demnach auch kein grundlegendes Wissen über die Aufzucht hatte. Ich vertraue darauf, dass ich die nötigen Informationen vom Verkäufer bekomme. Es gab auch einige, nur leider eben keine die auf das Tierwohl ausgelegt waren, sondern in erster Linie auf den Profit.

Die nächsten 6 Damen kamen vom Großhändler, mein Mann hatte sie als Überraschung für mich mitgebracht. An sich bin ich super zufrieden mit ihnen. Sie sind total entspannt und eine von ihnen hat sogar erfolgreich gebrütet. Über die Aufzucht kann ich natürlich nichts sagen, es fällt auf, dass sie keine (dem Rassestandart entsprechend) schöne Zeichnung haben. (goldsprenkel) Es könnte also auch gut sein, dass hier ein Züchter die Finger im Spiel hatte und die nicht so guten Hennen an den Großhändler verkaufte. Das Wesen der Tiere spricht dafür, sie waren von Anfang an recht zutraulich. Auch die Schlupfrate ist super, bei der letzten Brut schlüpfen 16 Küken von 18 Eiern, ein Embryo ist leider schon nach wenigen Tagen abgestorben und eines ist nicht aus dem Ei gekommen. (was aber auch an der Luftfeuchte gelegen haben kann)

Ich gehe stark davon aus, dass wir Glück hatten mit den Ladys.

Beim nächsten Geflügelmarkt war ich mit dabei, der Großhändler hatte leider keine Wachteln mehr, also schauten wir uns um. Ich entdeckte einen kleineren Händler der graue und silberne in seinem Angebot hatte. Ich konnte nicht widerstehen und kaufte eine Gruppe in diversem grau und Silber und eine Gruppe Goldsprenkel.

Und mit den Grauen kam der Wunsch, selber zu züchten. Es gibt hier in der Gegend keine grauen Wachteln und wenn nur sehr selten.

Nun ja, ich werde mit diesen Tieren nicht mehr züchten, ich gehe stark davon aus das eine oder mehrere Hennen genetisch nicht in Ordnung sind. Ich hatte 20 Eier im Brüter, mit denen der Goldsprenkel. 4 waren nicht befruchtet (wirklich nicht, ich habe rein geschaut), eins hatte sich nicht entwickelt. 10 Küken sind geschlüpft und 5 sind während des Schlupfes gestorben. Von den 10 Küken musste ich 2 leider erlösen weil sie Fehlstellungen in den Beinen hatten die nicht auf eine „Physiotherapie“ ansprachen.

Das Ergebnis derselben Brut war also :

Goldsprenkel : 18 Eier = 16 gesunde Küken

Grau : 20 Eier = 8 gesunde Küken

Brutfehler schließe ich aus, da es bei den Goldsprenkel super geklappt hat.

Aktuell läuft der Brüter (9. Tag) komplett mit Eiern meiner Goldsprenkel, ich kann es kaum erwarten bis sie schlüpfen um zu sehen ob es tatsächlich an den Genen liegt.

Immerhin wurde mir damit die Entscheidung leicht gemacht welchen Farbschlag ich züchten werde, Falbfeehahn + Goldsprenkel = hauptsächlich Perlfeen. 🙂

(da ich Autistin bin neige ich dazu meine Entscheidungen eher rational zu treffen, das mag in manchen Augen seltsam erscheinen, es hat aber trotzdem nichts damit zu tun dass ich keine Gefühle habe oder keine Bindung zu meinen Tieren. Ganz vielleicht schreibe ich auch mal etwas mehr darüber.)

Published inErfahrungen

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