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FAQ

An dieser Stelle werde ich immer mal wieder ein paar wiederkehrende Fragen beantworten. 🙂 Wegen der Übersicht versuche ich mich kurz zu halten, bei ausführlicheren Dingen ist geplant eigene Beiträge zu schreiben. Das kann allerdings etwas dauern. 😉

Hilfe! Meine Wachteln legen nicht mehr, was mache ich falsch?

  • Durch Streß (z.B. einen Umzug), kann es passieren, dass die Wachteln das Legen einstellen. Wenn alles wieder passt, sollten sie sich innerhalb von ca. 2 Wochen an die neue Umgebung gewöhnt haben und wieder mit dem Legen beginnen.
  • Das Futter enthält zu wenig Rohprotein. Legewachtelfutter sollte einen Rohproteingehalt von ungefähr 18-20% haben, aber ( Achtung! ) jedes Zufüttern verändert den Rohproteingehalt und je nach dem was ihr zufüttert kann der zu hoch oder eben zu niedrig ausfallen.

Ich glaube, meine Henne möchte brüten. Was muss ich beachten?

  • Zuerst muss sie einmal wirklich fest sitzen, das sieht man recht gut daran, dass sie platt wie ein Pfannkuchen auf den Eiern sitzt und auch den Großteil des Tages sitzen bleibt.
  • Je nach Henne sollte man den Teil vom Gehege abtrennen in dem sie sitzt, möglichst ohne sie zu stören. Ruhigere, zutrauliche Hennen lassen sich gerne einmal am Tag vom Nest locken damit man zugelegte Eier entfernen kann. (Dazu müssen die Bruteier natürlich erstmal markiert werden, ich empfehle einen Edding oder ähnliches, weil sich andere Stifte sehr schnell abreiben und man die Eier nicht mehr erkennen kann.) Wasser und Futter sollten ihr jederzeit zur Verfügung stehen. Nach ungefähr 14 Tagen bekommen meine schon das Kükenfutter hingestellt.
  • Ganz, ganz wichtig! Lasst die Glucke bitte unbedingt in Ruhe, auch wenn schon Küken geschlüpft sind und sie noch im Nest auf den restlichen Eiern sitzt. Spätestens ab Tag 15 sollte sie nicht mehr gestört werden, auch nicht um zugelegte Eier einzusammeln!
  • Bitte niemals auf die Idee kommen die Glucke umsetzen zu wollen, das geht in den allermeisten Fällen schief. Ich habe bisher noch kein einziges Mal mitbekommen, dass das funktioniert hat. 😉

Meine Tiere sind zerzaust und überall liegen Federn!

  • Bitte erstmal auf den Kalender schauen, im Frühjahr und im Herbst steht die Mauser an, da ist es völlig normal wenn die Tiere etwas zerwuschelt sind und Federn herum liegen. Das kann sogar das Ausmaß „geplatzes Federkissen“ annehmen und eure Mädels können uU auch wie kleine Brathähnchen herumlaufen. 😉 Wie ihr die Mauser unterstützen könnt folgt in einem Blogeintrag.
  • Sollte die Mauser nicht schuldig sein, kontrolliert bitte eure Tiere auf unerwünschte Mitbewohner. Federlinge wären hier Ursache Nr. 1. Ihr erkennt die kleinen Plagegeister im Normalfall recht gut mit dem bloßen Auge. Es handelt sich um etwa 1-3mm große, längliche, braune Tierchen die auf der Haut der Tiere herumhuschen. Federlinge sind niemals ein Grund für geschwächte Tiere! Federlinge ernähren sich von losen Hautschuppen oder von Federn. Sie saugen kein Blut und daher hilft auch kein Exzolt. 😉 Hilfe bringt ein Repellent wie z.B. HS Bird Protect oder Ballistol. (Auch hierzu wird ein Beitrag folgen.)
  • Sollten Mauser und Federlinge ausgeschlossen worden sein, könnte auch ein Hahn verantwortlich sein, manche Hähne sind so triebig, dass die Rücken und Nacken der Damen durchaus schonmal ein wenig gerupft aussehen können.
  • Wenn das alles nicht zutrifft, nehmt euch einen Tee oder einen Kaffee, setzt euch ins Gehege oder vor den Stall und beobachtet eine Weile eure Tiere. Manchmal fressen Wachteln nämlich die Federn ihrer Kolleginnen. Das Ganze hat sehr oft einen Mangel an Methionin zur Grundlage, bitte überprüft in dem Fall euer Futter, der Wert sollte bei 0,50% IE liegen. Aber auch das ist keine Garantie, dass die Tiere es gut verwerten können. Versucht mal ein paar Sonnenblumenkerne zuzufüttern und schaut ob es besser wird. Wenn nicht, könnte es sich schon zu einer blöden Angewohnheit entwickelt haben, da hilft leider nur, das Tier aus der Gruppe zu entfernen, da sich andere diese Angewohnheit sehr schnell abschauen könnten.